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Frechener UFOs im Faktencheck abgestürzt

Eine optische Täuschung, in einer Satire beschrieben, gelangte versehentlich ins Internet

Keine Bruchlandung im Rheinland, wie hier in einer Filmkulisse, sondern ein verirrter Flug ins Internet. Foto: pravda-tv

(Kreis Düren / Rhein-Erft-Kreis / Köln – 2. 4. 2022) Die gestern hier präsentierten UFOs über Frechen waren ja, wie ein Nörvenicher Eurofighter-Pilot gesagt haben soll, „mit wahsinniger Geschwindigkeit“ unterwegs. Ebenso schnell folgte ihre Bruchlandung mit Totalschaden nicht etwa irgendwo östlich des Rheins, sondern vielmehr im Fakten-Nirvana. Es gab diese unidentifizierten Flugobjekte nicht. Weder über Birkesdorf, Neubottenbroich, Habbelrath oder dem Kölner Dom, noch über dem Rhein oder Bensberg. Auch sind beim Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ in Nörvenich keine Eurofighter zur Abfangjagd der Außerirdischen aufgestiegen.

Nachdem der Freund guter Science Fiction, „AUSSICHTEN“-Redakteur Jürgen Streich, sich über ein Foto, das ihm kurz nach Weihnachten gelungen war, amüsiert und er sich nach einem guten geistigen Getränk noch einmal an den Schreibtisch gesetzt hatte, um den Entwurf für eine SF-Satire zu schreiben, muss dieser versehentlich in die Netzzeitung geraten sein. Als dem Journalisten am frühen Morgen das Desaster auffiel und er sich über die selbst produzierte Zeitungsente ärgerte, fiel sein Blick auf den Kalender. Angesichts des Datums befand er: „Ach, das passt ja. Die Korrektur kann bis morgen warten.“ Schließlich sind gleich drei Flugenten gar nicht so leicht wieder einzufangen.

Der Fotograf, in diesem Fall identisch mit dem „AUSSICHTEN“-Redakteur, zur Entstehung des Bildes: „Als ich zwischen Weihnachten und Neujahr ein paar Tage im Frechener Krankenhaus verbrachte und einmal auf der vierten Etage auf einen Aufzug warten musste, sah ich von diesem erhöhten Standpunkt aus durchs Fenster den grünen Frechener Westen, der sich zu dieser frühen Uhrzeit in schönem Morgenlicht präsentierte. Ich nutzte die Zeit für ein paar Fotos in verschiedene Richtungen. Erst später am Computer-Bildschirm fielen mir drei Lichterscheinungen auf, die sich unter der Wolkendecke wie auf einer Perlenkette in das Bild eingeschlichen hatten. ‚Die sehen aus wie Ufos‘, dachte ich. Ein bisschen Bildnachbearbeitung durch meinen Freund und Fotografenkollegen Josef Mörsch stellte sie vor der nun dramatischer wirkenden Wolkendecke deutlicher heraus.

Doch worum handelte es sich wirklich? Ich ging also am späten Nachmittag noch einmal zum Aufnahmeort zurück, schaute mir dieselbe Perspektive auf dem Handy-Display an, bemerkte aber nichts. Als dann allerdings aufgrund der Dämmerung die Deckenbeleuchtung hinter mir plötzlich anging, schaute ich nochmal nach. Und siehe da: Meine ‚Ufos‘ waren wieder zu sehen. Tatsächlich spiegelte sich das Licht dreier in einer Reihe liegender Deckenlampen in der Doppelverglasung der Fenster. Und diese Reflexe hatte ich, ohne es beim helleren Morgenlicht bemerkt zu haben, mit fotografiert. Bei den ‚Ufos‘ handelte es sich in Wahrheit also um maximal hühnereigroße Osrams oder so.

Aber die Sache mit der ‚wahnsinnigen Geschwindigkeit‘ stimmt. Schließlich breitet sich Licht mit der nach ihm benannten Geschwindigkeit aus. Und das über Frechen genauso flott, wie über Birkesdorf oder Bensberg.“


UFOs über Frechen gesichtet

Eurofighter aus Nörvenich kamen nicht hinterher

Die verwischten Doppelbilder der Objekte verdeutlichen die ungeheure Geschwindigkeit, mit der diese über dem Rhein-Erft-Kreis unterwegs waren. Foto: NN (der Red. bekannt)

(Kreis Düren / Rhein-Erft-Kreis / Köln – 1. 4. 2022) Sensation über dem westlichen Rhein-Erft-Kreis: Kurz nach Sonnenaufgang gelang einem Amateurfotografen, der nicht namentlich genannt werden will (aber der Redaktion bekannt ist), das obige Foto. Er sandte es unverzüglich an „AUSSICHTEN“. Herausgeber und Redakteur Jürgen Streich bedankte sich überschwänglich: „Das kann ein historisches Bild werden. Und wir hatten es zuerst!“

Zwar gab es UFO-Sichtungen immer wieder an verschiedenen Orten Welt, doch nie konnte die Authentizität der Aufnahmen sichergestellt werden. Bis die US-Regierung Ende 2021 zugab, seit Jahren schon über von Air Force-Piloten aufgenommene Foto- und Filmdokumente zu verfügen, die die Existenz unindentifizierter Flugobjekte belegten. Sogar der „SPIEGEL“ brachte eine Titelstory darüber.

Das „AUSSICHTEN“ jetzt exklusiv vorliegende Material ist von ähnlicher Beweiskraft. Beim Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ in Nörvenich hieß es auf Anfrage: „Wir hatten die Dinger auch auf dem Schirm. Als sie sich blitzschnell aus Richtung Birkesdorf näherten, alarmierten wir unsere Alarmrotte, die dann per Alarmstart startete. Doch noch bevor unsere Jungs mit den Eurofightern die nötige Höhe für die Alarmverfolgung erreicht hatten, waren die Objekte schon über Neubottenbroich und Habbelrath entkommen. Nach ihrem Überflug von Dom und Rhein entschwanden sie so schnell, wie sie gekommen waren, in Richtung Bensberg. Unsere Pilots hatten – trotz eingeschaltetem Nachbrenner – keine Chance, diese wahrscheinlich aus einer anderen Welt stammenden Fluggeräte abzufangen, und zum Flughafen Köln-Bonn oder hierher nach Nörvenich zu eskortieren und zur Landung zu zwingen. So landeten unsere Boys unverrichteter Dinge allein und frustriert wieder auf unserem Fliegerhorst. Einer sagte, als er aus der Kanzel kletterte: ‚Schade, wir hätten die Alien-Kollegen gerne mitgebracht. Aber sie flogen mit wahnsinniger Geschwindigkeit.'“

Die Pressestelle des Geschwaders fügte hinzu: „Wir bitten die Anwohner dennoch um Verständnis für den Fluglärm um nichts.“

„AUSSICHTEN“ wird Sie zeitnah auf dem laufenden halten.