Krieg und Frieden

Krieg und Frieden

„Lasst uns kämpfen für eine anständige Welt!“

Charly Chaplins Rede in „Der große Diktator“ enthält alles, worum es auf dieser Welt geht

„Bewahrt Euch die Menschlichkeit in Euren Herzen und hasst nicht!“ Das ruft Charly Chaplin in seiner Rolle als jüdischer Friseur, der in seinem Film-Meisterwerk „Der große Diktator“ aufgrund einer Äußerlichkeit mit dem Diktator Anton Hynkel verwechselt wird, in seiner Schlussrede dem riesigen Auditorium einer Nazi-Versammlung zu. Nachdem er zunächst verängstigt und schüchtern gesprochen und die Gründe für üble Fehlentwicklungen auf der Welt treffend benannt hat, steigert er sich in eine positive Euphorie hinein, und entwirft eine Zukunft, für die es sich lohnt, mutig einzutreten. Am Schluss seiner Rede hebt er seine geöffnete Hand und ruft: „Kameraden – im Namen der Demokratie – dafür lasst uns streiten!“ – Und er erhält rauschenden Beifall dafür.

„Der große Diktator“, dieses Film-Meisterwerk gegen Faschismus und Militarismus, gehört meines Erachtens nach in den Geschichts- und Politikunterricht jeder Schulform. Mir blieb diese Erfahrung zu Schulzeiten leider verwehrt, weshalb ich erst als junger Erwachsener darauf aufmerksam wurde.

Ich möchte „Der große Diktator“ allen, die den Film bereits kennen, aus aktuellem Anlass in Erinnerung rufen und allen anderen dringend ans Herz legen. Als Teaser, wie solche Aufmerksamkeitserreger in der Medienwelt genannt werden, möchte ich Sie mit der hier verlinkten Schlussrede auf den ganzen Film aufmerksam machen und empfehlen, ihn sich komplett anzuschauen; am besten mit Familie, Freunden und Bekannten. Im Grunde müsste er derzeit auf sämtlichen Fernsehkanälen der Welt gesendet werden. (Eine zwar nicht optimale, aber akzeptable Version des kompletten Filmes finden Sie hier.)

Die Idee zu dem Film stammte ursprünglich von dem ungarisch-britischen Filmproduzenten und -Regisseur Alexander Korda, der Chaplin darauf hinwies, dass dessen populäre Filmfigur, der Tramp, und der deutsche Diktator Adolf Hitler denselben Schnäuzer trügen, was doch eine Verwechselungssatire nahelegen würde. Chaplin griff die Idee auf und präsentierte der Öffentlichkeit mit der Uraufführung von „Der große Diktator“ am 15. Oktober 1940 seinen ersten Tonfilm. Chaplin schrieb das Drehbuch ebenso wie gemeinsam mit dem amerikanischen Musical- und Schlagerkomponisten Meredith Wilson die Filmmusik, übernahm die Produktion des Filmes und führte dabei auch Regie. Darüber hinaus spielte er die beiden Hauptrollen – Anton Hynkel als Verballhornung von Adolf Hitler und den jüdischen Friseur – selbst. Ein vielsagendes Highlight und Beispiel für Charly Chaplins schauspielerische Fähigkeiten auch im Sinne von Körperbeherrschung (er hat sich nie doublen lassen!) ist der Tanz mit der Weltkugel.

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