Deutschland wird Ukraine „Leopard 2“-Panzer liefern

Deutschland wird Ukraine „Leopard 2“-Panzer liefern

„Leopard 2“-Kampfpanzer einer neueren Baureihe. Foto: Bundeswehr / Heer

Bundesregierung genehmigt auch anderen Ländern die Weitergabe

(24. 1. 2023 – Berlin) Die Entscheidung ist gefallen: Deutschland wir der Ukraine Kampfpanzer vom Typ „Leopard 2“ liefern und anderen Ländern, die über diesen verfügen, genehmigen, dies ihrerseits zu tun. Seitens der Bundesrepublik ist laut SPIEGEL.de eine Kompanie – circa 15 Exemplare – der Version 2A6 aus Bundeswehrbeständen vorgesehen. Später könnten möglicherweise weitere Lieferungen durch die Industrie erfolgen.

Zuletzt hatte insbesondere die polnische Regierung, die der Ukraine selbst „Leopard 2“-Kampfpanzer zur Verfügung stellen will, dies aber vertragsgemäß nur mit Zustimmung der deutschen Bundesregierung darf, Druck auf Deutschland ausgeübt, die Entscheidung zeitnah zu treffen. Auch andere Verbündete inklusive der USA sollen die Regierung in Berlin gedrängt haben. Auch skandinavische Länder würden die Ukraine gerne mit dem Waffensystem aus deutscher Entwicklung und Produktion unterstützen.

Dem Wall Street Journal zufolge ist nun auch die US-Regierung geneigt, „eine nicht unerhebliche Anzahl“ ihrer modernsten Panzer, des „Abrams“, zu liefern. Auch Frankreich prüft die Unterstützung der Ukraine mit „Leclerc“-Kampfpanzern. Großbritannien hatte die Lieferung con „Challenger“-Kampfpanzern bereits vor einigen Wochen zugesagt.

Unter Experten gelten die neueren Versionen des „Leopard 2“ als womöglich kampfstärkste Panzer der Welt, die insbesondere den russischen Modellen der T-Serie überlegen sind. Sie sind mit 1.500-PS-Dieselmotoren ausgestattet und über 60 Tonnen schwer. Mit circa 70 Stundenkilometern ist er schnell. Der Kompromiss zwischen der Verbundpanzerung einerseits und der wegen des Gewichts geringeren Beweglichkeit gilt, nicht zuletzt aufgrund seiner hohen Ersttrefferwahrscheinlichkeit, als ausgewogen. Der britische „Challenger“-Panzer ist dagegen altmodischer, während der US-amerikanische „Abrams“ aufgrund seines Gasturbinenantriebes nahezu doppelt so viel Treibstoff wie der „Leopard 2“ verbrauchen und durch den größeren Tank schwerer und unflexibler ist.

Innerhalb der deutschen Regierung und des Parlament hatten die Grünen und die FDP Kanzler Olaf Scholz schon länger und in den vergangenen Wochen noch stärker dazu gedrängt, die Freigabe für „Leopard 2“-Lieferungen in die Ukraine zu erteilen.

Unter Verweis darauf, dass Deutschland den Krieg nicht eskalieren und keine Kriegspartei werden wolle und eventuelle Kampfpanzerlieferungen nur in Abstimmun mit den Verbündeten, insbesondere den USA, stattfinden würden, war es zu monatelangen Verzögerungen und der Zunahme des Entscheidungsdrucks auf Bundeskanzler Scholz gekommen.

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