CAMPACT gewinnt gegen „Milch-Müller“
| Milch-Milliardär Theo Müller hat uns verklagt – und ist gescheitert. Er wollte uns diesen Satz verbieten: „Theo Müller unterstützt die rechtsextreme AfD“. Das Landgericht Hamburg hat ihm letzte Woche eine Abfuhr erteilt. Für seine Nähe zur AfD lägen „hinreichende Anknüpfungstatsachen“ vor, so die Richter*innen. Campact und unsere Unterstützer*innen, die seit Monaten die Wahrheit über den Unternehmer verbreiten, haben jetzt juristischen Rückhalt.Das ist unser gemeinsamer Erfolg. Fast 100.000 Menschen haben unsere Sticker bestellt und damit Müller-Produkte im Kühlregal beklebt. Zusammen haben wir vor Supermärkten demonstriert. Dank vieler Spenden konnten wir deutschlandweit mehr als 28.000 Plakate aufhängen und Trucks mit Digitalanzeigen durch 20 Orte fahren lassen. Außerdem erstrahlte unsere Botschaft riesengroß an vielen Fassaden – erst letzten Donnerstag am Müller-Werk in Leppersdorf bei Dresden. Die Gerichtsentscheidung ist mehr als ein gewonnener Prozess. Sie ist ein politisches Signal: Wer Rechtsextreme unterstützt, muss mit Protest rechnen. Theo Müller musste das nun einsehen und gibt klein bei. Er wolle keine weiteren rechtlichen Schritte gegen Campact ergreifen und sich jetzt „wieder voll und ganz aufs Geschäft konzentrieren“.[1] Was der Müllermilch-Gründer schmerzhaft gelernt hat, bekam im vergangenen Herbst bereits die Drogeriekette dm zu spüren. Als der Lobbyverband „Familienunternehmer“ Gespräche mit der AfD angekündigt hatte, protestierten Tausende von Campact-Unterstützer*innen bei Verbandsmitglied dm dagegen – mit Erfolg.[2] Ob bei dm oder Müller: Unser gemeinsamer Einsatz gegen Rechtsextreme wirkt. Dass Theo Müller eingelenkt hat, war harte Arbeit. Seit Monaten setzen wir uns mit der AfD-Nähe des Molkerei-Moguls auseinander. Hunderte Stunden sind in Recherche, Planung, Aktionen, Social-Media- und Pressearbeit geflossen – und dann der Prozess. Jetzt geht es weiter: Im März hängen wir noch einmal Plakate auf und schicken die Trucks erneut durchs Land. Schau doch noch einmal auf unserer Kampagnen-Website vorbei! Dort findest Du Bilder zu unseren Aktionen und weitere spannende Infos. Klicke hier, um Dir die Bilder anzuschauen Herzliche Grüße Christin Furtenbacher, Campaignerin PS: Nach der Gerichtsentscheidung frotzelte Theo Müller, bei seiner nächsten Feier „die Gästeliste vorher bei Campact und Kollegen zur Genehmigung einzureichen“.[1] Das ist nicht nötig. Wir kontrollieren keine Gästelisten. Aber wir melden uns weiterhin zu Wort, wenn Unternehmer*innen mit der AfD sympathisieren.[1] „Molkereigründer Theo Müller unterliegt vor Gericht gegen Campact“, Frankfurter Allgemeine Zeitung Online, 24. Februar 2026 [2] „Boykottaufrufe gegen dm – Drogeriechef warnt vor Polarisierung nach AfD-Äußerung“, Spiegel Online, 28. November 2025 |