Weltnachrichten

Weltnachrichten

April 2026

Freitag, 17. April 2026

Der iranische Außenminister Abba Araghdir hat auf X die Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus für die Dauer des Waffenstillstandes im Libanon, in dem Israel seit Beginn der Angriffe auf den Iran die Terrororganisation Hisbollah bekämpft, verkündet.

Sonntag, 12 April 2026

Ungarn: Erdrutschsieg von Péter Magyars Tisza-Partei fegt Viktor Orbán aus dem Amt des Ministerpräsidenten. Bei sehr hoher Wahlbeteiligung von 79,5 Prozent erreichte Tisza mit 138 mehr als zwei Drittel der Parlamentssitze, während Orbans Fidesz-Partei lediglich 55 Abgeordnete in die Volksvertretung entsenden kann. Der bisherige Ministerpräsident gratulierte seinem Rivalen Magyar bereits zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale zum Sieg. Orban hatte sein Land in den 16 Jahren seiner Präsidentschaft innerhalb der Europäischen Union in eine Isolierung getrieben und sich Moskau-treu und der US-amerikanischen Regierung unter Donald Trump zugeneigt gezeigt. Der konservativ-liberale Péter Magyar hingegen will sein Land auf einen Europa-freundlichen Kurs bringen. Gegenüber der 2022 von Russland angegriffenen Ukraine will er wieder kooperativer auftreten und die Korruption, die unter Viktor Orban um sich gegriffen hatte, bekämpfen.

März 2026

Sonntag, 8. März 2026

Die Grünen / Bündnis 90 gewinnen mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir die Landtagswahl in Baden-Württemberg. Sie kommen auf … Prozent der abgegebenen Stimmen. Der voraussichtliche Koalitionspartner CDU erhält … Prozent. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands liegt mit … knapp über der Fünfprozenthürde. Die mutmaßlich rechtsextreme Partei AfD verdoppelt ihr Ergebnis auf … . Alle anderen Parteien inklusive FDP (…) und Die Linke (…) schaffen es nicht ins Stuttgarter Parlament.

Januar 2026

Dienstag, 27. Januar 2026

Die berühmte Doomsday Clock, die Weltuntergangsuhr, ist von 89 auf 85 Sekunden vor 12 Uhr vorgerückt worden. Die von der Redaktion des „Bulletin of the Atomic Scientist“ besetzte Jury begründete das mit den weltweiten Spannungen, fehlenden Rüstungskontrollverträgen, der Klimakrise, der unsicheren Zukunft der Künstlichen Intelligenz und weiterer globaler Gefahren. Die Uhr symbolisiert bereits seit 1947, als zahlreiche oberirdische Atomwaffentest ganze Landstriche verwüsteten und verstrahlten, die verbleibende Zeit bis zum Weltuntergang. Sie wurde damals mit 7 Minuten vor 12 gestartet. Am weitesten vom Weltuntergang entfernt war die Menschheit aus Sicht der Jury im Jahr 1991, als Rüstungskontrollverträge den Kalten Krieg beendeten. Die Uhr wurde daraufhin auf 17 Minuten vor 12 Uhr zurückgestellt. Inzwischen fließen verstärkt Umweltverschmutzung, die die Klimakrise und den Artenschwund immer weiter beschleunigen, in die Beurteilung der Jury mit ein. Am nächsten am Weltuntergang ist de Uhr jetzt.

Samstag, 24. Januar 2026

Erneut hat ein Angehöriger der US-Migrationsbehörde ICE in Minneapolis eine Person erschossen. Nach der dreifachen Mutter Renee Good, die am 7. Januar 2026 in ihrem Pkw sitzend von drei ICE-Kugeln getroffen wurde, traf es nun den 37-jährigen Krankenpfleger Alex Pretti. Während Good bei einem Rangiermanöver mit ihrem Fahrzeug bei heruntergelassener Scheibe noch mit den ICE-Leuten kommunizierte und dann den Videoaufnahmen ohne erkennbaren Anlass erschossen wurde, nahm das tödliche Geschehen für Alex Pretti seinen Anfang, als er einer Frau, die in einen Schneehaufen am Straßenrand gefallen war, helfen wollte. Auch ihn gingen die ICE-Beamten, wie auf Videos zu sehen, offensiv an und rangen ihn zu Boden. Pretti hatte zwar selbst eine Pistole dabei, trug diese aber legal. Zudem wurde sie ihm, wie ebenfalls zu sehen ist, abgenommen, als mehrere ICE-Beamte ihn am Boden fixierten. Auch Pretti wurde den Bildern zufolge ohne ersichtlichen Grund erschossen. Die 44-jährige Schauspielerin Natalie Postamt äußerte sich in einem Interview mit der Zeitschrift „Variety“ „entsetzt und angewidert“ und nannte die ICE eine „kriminelle Vereinigung.“

Donnerstag, 15. Januar 2026

Erstmals in der Geschichte der internationalen Raumstation ISS, der US-Weltraumbehörde NASA und wahrscheinlich der Raumfahrt überhaupt ist eine Crew wegen der Erkrankung eines ihrer Mitglieder vorzeitig auf die Erde zurückgeholt worden. Die Crew Dragon-Kapsel des Weltraumunternehmens SpaceX landete sicher vor der Küste Kaliforniens im Pazifik. Die NASA schweigt sich über gesundheitliche Angelegenheiten ihrer Raumfahrer grundsätzlich aus. So auch dieses Mal. Nicht einmal die Identität des Erkrankten ist bekannt. In Lebensgefahr befand sich der oder die Betroffene wohl nicht, denn nach Bekanntwerden der geplanten Rückholaktion vergingen noch einige Tage, bis die Kapsel zur Rückkehr zur Erde von der ISS abkoppelte. Dies hätte bei besonderer Dringlichkeit auch schneller geschehen können. 

Freitag, 9. Januar 2026

Russland setzt bei schweren Drohnenangriffen auf die Region Liw in der Westukraine auch die Hyperschallrakete „Oreschnik“ ein. Das bewiesen später gefundene Raketenschrottteile, die nur circa 70 Kilometer von der Grenze des NATO-Mitglieds Polen entfernt gefunden wurden. Die Angriffe waren insbesondere gegen Teile der Energieinfrastruktur gerichtet. (Anm. JS.: Solche Attacken gelten nach internationalem Recht als indirekte Angriffe gegen die Zivilbevölkerung und sind somit Kriegsverbrechen. Für das russische Militär gehören sie in ihrem ohnedies völkerrechtswidrigem Angriffskrieg gegen die Ukraine jedoch längst zum Alltag.) Die noch relativ neue „Oreschnik“-Mittelstreckenrakete hat auf ihrem Weg, der sie auch teilweise durch den erdnahen Weltraum führen kann, eine Reichweite von circa 5.000 Kilometern und erreicht dabei eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 12.000 Stundenkilometern. Sie kann mehrere Sprengköpfe tragen und auch mit Atomsprengköpfen bestückt werden. Dass Russland mit dieser Rakete so nah an der NATO-Grenze gelegene Ziele angreift, wurde von der deutschen und polnischen Regierung als weitere Eskalation ohne jegliche Provokation aufgefasst. Dabei trägt das Geschoss einen verniedlichenden Namen: „Oreschnik“ heißt übersetzt Haselnussstrauch.

Samstag, 3. Januar 2026

USA greifen Venezuela an und verhaften den Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau. Die Gefangennahme des Staatschefs, dem die USA offiziell Verwicklung in Drogengeschäfte vorwerfen, hat nach US-Angaben die Eliteeinheit Delta Force durchgeführt. Zugleich griffen die Vereinigten Staaten Ziele in der Venezuelanischen Hauptstadt Caracas sowie einen Hafen, jeweils einen zivilen und militärischen Flughafen und Kommunikationseinrichtungen aus der Luft an. Die augenblicklichen Machthaber riefen den Ausnahmezustand aus. In der folgenden Nacht berief das Höchste Gericht Maduros bisherige Stellvertreterin Delcy Rodríguez zur Staatspräsidentin. Die USA wollen Maduro, der seit 2013 im Amt war, in New York vor Gericht stellen. Die jüngste Wahl im Jahr 2024 hatte er gegen die Oppositionsführerin María Machado verloren, ließ sich jedoch zum Sieger erklären und konnte sich mit Hilfe des Militärs an der Macht halten. Machado erhielt für ihr Wirken den Friedensnobelpreis. Kritiker des Vorgehens der USA werfen diesen vor, in Wahrheit an den in Venezuela gelegenen ergiebigsten Ölquellen der Welt interessiert zu sein. Tatsächlich hatten US-Militärs im Vorfeld der Angriffe auf Caracas und dessen Umgebung zwei von Venezuela aus in See gestochene Öltanker unter ihre Gewalt gebracht. Russland bezeichnete die jüngsten Angriffe auf Venezuela als „Verwerflich“ und „zutiefst beunruhigend“.

Stromausfall im Berliner Westen. Durch einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke fällt in großen Teilen des Berliner Westens bei sehr niedrigen Temperaturen der Strom aus. Zehntausende Haushalte und insgesamt circa 100.000 Menschen sind davon betroffen. Für diejenigen, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, werden Notunterkünfte eingerichtet, Pflegeeinrichtungen müssen evakuiert und Betroffene teilweise in Hotels untergebracht werden. Zu dem Anschlag bekennt sich eine „Vulkangruppe“, die argumentiert, durch den großflächigen Stromausfall und mithin weniger Kohlendioxidaustoß ein bisschen dazu beigetragen zu haben, dass die Menschheit nicht mit Vollgas in die drohende Klimakatastrophe rast. Als die These aufkommt, dass eine fremde Macht, etwa Russland, dahinter stecken könnte, legt die Gruppe ein weiteres Schreiben nach, in dem sie unterstreicht, allein und ohne Auftrag oder Hilfe aus dem Ausland gehandelt zu haben. Später betont eine angeblich frühere „Vulkangruppe“, nichts mit dem Anschlag zu tun zu haben. Erst am Mittwoch, dem 7. Januar, kann die betroffene Gegend durch ein von Technikern installiertes Provisorium wieder vollständig mit Strom versorgt werden. Gleichwohl wird die Bevölkerung gebeten, zunächst keine Geräte mit hohem Stromverbrauch anzuschalten und keine Autobatterien aufzuladen.